Ich habe dieses Gedicht heute Morgen um 6 Uhr geschrieben..
Die Flasche umklammernd ging ich ins Treppenhaus hinein
kein Geräusch, laute Stille, ich war allein
Wankend lief ich durchs Treppenhaus
schmutzig, nach ergreifender einsamkeit, sah es aus
die beine die mich noch kurz trugen
mich zwei hände plötzlich richtung boden schlugen
die flasche teilte sich in tausend teile
keine Bewegung, in meine arme schnitten sich schmerzend seile
Geschliffen durch den ganzen Raum
Wünschte ich zu fliehn, in einen anderen Traum
Spürte den sanften heißen Atem im Nacken
hörte hinter mir den Täter zusammensacken
ich lag am Rücken unbewegt
als man mir die Hände aufs Gesicht legt
Ein kurzer Blick sagte mehr als tausend Worte
Es war Liebe von einer anderen Sorte
Der Blick des Mannes ich einst lieben lernte
mich nun mehr und mehr von ihm entfehrnte
Kraftverlassen stand ich noch ein letztes Mal auf meinen Beinen
Berührte meine Lippen mit demseinen
Ich spürte Hass und Wut seinerseits
Doch verschwand es, er schmeckte die Stückchen meines Leids
Einmal noch um verzeihung flehend
kniete ich am Boden, ihm in die Augen sehend
Wissend er würde mich treten und mich auf Knien hocken lassen
Doch bevor er ging konnte ich ihn nochmal an den Armen fassen
und ihm sagen:" Ich dachte du würdest mich nie verlassen!"