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  #1 (permalink)  
Alt 24.06.2009, 01:38
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Hallo - ich bin Stacia-Kyra und ganz neu hier angekommen. Da ich ohnehin gerne schreibe und auch meine Probleme ab und zu verschriftliche, finde ich es umso schöner, eine Seite gefunden zu haben, auf der diese nicht nur auf einem Blatt Papier enden, sondern sie auch anderen zugänglich sind.

Ersteinmal muss ich mich ein bisschen hier umsehen, um zu wissen, wie das so läuft hier....

Zu meiner Situation bzw. meinem "Lebenskummer":
Ich lebe in Trennung, aber noch in derselben Wohnung mit meinem Ex-Partner. An dieser Stelle fragt sich vielleicht so mancher, warum ich nicht unter Forum "Liebeskummer" schreibe. Das habe ich mir überlegt, aber eigentlich habe ich keinen Liebeskummer, sondern hoffe, endlich aus dieser Beziehung heil rauszukommen, bzw. mich endlich lösen zu können.

Einige Trennungsversuche gab es schon, aber es war immer der Fall, dass mein Ex-Partner dann plötzlich ganz lieb und nett war, mir alles Mögliche versprach und ich es immer wieder versucht habe (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt), um immer wieder erkennen zu müssen, dass es in wieder denselben Mustern endet und seine Welt letztlich nicht meine und seine Vorstellung von Beziehung auch nicht meine ist.

Ich möchte (zumindest noch nicht) weiter ins Detail gehen. Diese Trennung ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden, aber ich möchte sie jetzt durchziehen. In dieser Beziehung gab es viele Abhängigkeitsmuster, auf die ich nicht wieder hereinfallen möchte, denn eigentlich weiß ich, dass es mir, wenn das alles vorbei ist, viel besser gehen wird.

Ich frage mich selbst gerade, was ich mir hier erwarte. Eigentlich gar nichts. Es tut schon gut, einfach das Gefühl zu haben, meine Gedanken mitteilen zu können. Und wenn etwas retour kommt - umso schöner.

Bin gespannt - Stacia-Kyra
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  #2 (permalink)  
Alt 24.06.2009, 11:20
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Moin Stacia-Kyra,

ich kenne das auch. Manchmal kann es unheimlich helfen, wenn man alles, was einen bedrückt aufschreibt und somit noch einmal reflektiert. Man erkennt so häufig, dass ein großes Übel eigentlich ganz klein ist und weit weniger schlimm, als man es sich manchmal im Kopf ausmalt.
Ich finds gut, dass du hier deine Situation schildern möchtest, denn vielleicht hilft es auch anderen, einige Dinge nicht ganz so schwer zu nehmen.

LG,
Bino.
__________________
Du hast Fragen oder Probleme? PM me!

Aber hier bitte NICHT draufklicken!
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  #3 (permalink)  
Alt 25.06.2009, 15:40
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Hallo Kyra!
Schön, daß Du zu uns gefunden hast!
Es stimmt wohl, es tut gut sich mitteilen zu können.
Schade, daß Du noch nicht weiter auf die Probleme eingehen möchtest, so können wir Dir natürlich nicht so beistehen, wie wir es anders könnten. Andererseits verstehe ich Dich sehr gut. Obwohl ich hier schon lange im Forum bin und auch auf Grund von Problemen hierher gefunden habe, habe ich bis heute keinen Beitrag darüber verfaßt. Mir hat es schon sehr geholfen, anderen zu helfen (bzw es zu versuchen). Außerdem habe ich hier Jemanden gefunden, der so ziemlich das gleiche Problem wie ich hatte. Mit ihm bin ich dann in privaten Kontakt getreten und der Austausch mit ihm hat mir sehr geholfen!

Nun, auch wenn Du nur sehr wenig geschrieben hast, kommt mir doch einiges sehr bekannt vor!
Vielleicht täusche ich mich, kann ja sein, aber es klingt für mich ganz danach, als wärst Du auch an Jemanden geraten, der eine Persönlichkeitsstörung hat. Wahrscheinlich bist Du so in eine Co-Abhängigkeit gekommen. Es ist wirklich viel viel schwerer, sich von so einer Person zu trennen, als von einer "normalen". Auch wenn es absurd klingt, weil man mit normalen Menschen meistens nicht solche Albträume durchlebt und man ja meinen könnte, wegen der Albtraumszenarien ist eine Trennung einfacher.....weit gefehlt....

Aus Deinem Beitrag meine ich aber absolute Überzeugung zu lesen. Ich hoffe Du schaffst es diesmal Dich zu trennen. Natürlich wäre es sehr hilfreich, Dich seinem Einfluß ganz zu entziehen. Zu einer Freundin ziehen oder sonst wie weg von ihm....
LG und viel Glück!
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  #4 (permalink)  
Alt 26.06.2009, 11:36
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Hallo Stacia-Kyra,

auch mir kommt, wie idontknow es schon beschrieben hat, deine Lebenssituation sehr bekannt vor.

Besonders dieser Satz von dir:

Zitat:
…denn eigentlich weiß ich, dass es mir, wenn das alles vorbei ist, viel besser gehen wird.
klingt so als käme er aus meiner Vergangenheit, aus einer Zeit wo auch ich mich von meiner geliebten Partnerin trennen musste, einer Frau die mir immer noch sehr viel bedeutet (um nicht das Wort Liebe zu benutzen), aber mit der ein Zusammenleben unter den Umständen die bei uns herrschten nicht mehr möglich gewesen ist.

Auch für mich wäre es daher sehr interessant zu erfahren, was die Ursache ist, weshalb du glaubst dich von deinem Partner trennen zu müssen. Was empfindest du, unabhängig von eurem Beziehungsproblem, noch für ihn?

Wenn du das noch nicht öffentlich posten möchtest, was ich dir allerdings empfehlen möchte, kannst du natürlich auch jederzeit eine PM schreiben.

Liebe Grüße
HateNight
__________________
Wunden heilen und Schmerzen vergehen,
doch vergessen wird nie, wenn Narben entstehen!
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  #5 (permalink)  
Alt 26.06.2009, 13:21
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Blinzeln Erstmal danke....

Hallo Bino, Idontknow und HateNight,

ersteinmal danke ich Euch für Eure Rückmeldungen, über die ich gerne noch ein wenig nachdenken möchte. Außerdem ist meine Zeit im Moment mehr als begrenzt und ich hoffe, in den nächsten Tagen einmal richtig Ruhe und Zeit zu finden, um das Thema weiter zu formulieren und auf Eure Anregungen eingehen zu können. Ich werde das Ganze schon öffentlich posten - vielleicht bringt es ja auch anderen Menschen hier etwas.

Ganz liebe Grüße inzwischen

Stacia-Kyra
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  #6 (permalink)  
Alt 26.06.2009, 22:18
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Hallo Kyra!
Klar, denke nur nach.
Daß Du anderen mit Deiner Geschichte helfen möchtest, finde ich klasse!
Ich werde Deine Beiträge weiter verfolgen!
LG
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  #7 (permalink)  
Alt 28.06.2009, 03:30
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Standard Versuch Nr. 2

Hallo Idontknow und HateNight!

gestern hatte ich die Muße zum Schreiben, aber als ich meinen fertigen Beitrag posten wollte, hat es mich "rausgehauen" - ich hoff' ich find nochmals die Worte....

Also:2. Versuch:
Zu Beginn würde ich gerne auf Eure Rückmeldungen / Anregungen eingehen.
Idontknow schreibt, dass ich evtl. mit jemandem zusammen war, der unter einer Persönlichkeitsstörung leidet. Wenn ich bedenke, dass hierzu auch Schitzophrenie oder Borderline gehören, bin ich damit mal vorsichtig. Ich glaube es handelt sich einerseits um einen Minderwertigkeitskomplex, der durch "Macht" kompensiert werden muss und andererseits um eine Art Rache / Bestrafung für im Leben Vorenthaltenes ( - der Vater - ), die der leiblichen Mutter gilt und am Partner ausgelebt wird. Ist das nachvollziehbar...? möglich?

Eine Co-Abhängigkeit liegt (lag) hier mit Sicherheit in mindestens zweifacher Hinsicht vor. Der Ratschlag Distanz zu schaffen und schnell wegzuziehen ist naheliegend, in gegebener Situation leider nicht sofort möglich.

Hatenigtht kennt die Situation, dass man genau weiß, dass man sich besser fühlt, wenn alles vorbei ist. Ich erkenne meine Situation umgekehrt in der Formulierung

"aber mit der ein Zusammenleben unter diesen Umständen, die bei uns herrschten nicht mehr möglich war"

wieder und auch im Begriff "Alptraumszenarien" (ich weiß jetzt gerade nicht, wer von Euch das geschrieben hat). Diese Umstände sind in meinem Fall Respektlosigkeit, seelische Verletzungen, Abwertung - um die Kinder hier beim Namen zu nennen. Auch um ein "dem Partner - nicht geben was er braucht" - um Abhängigkeit zu schaffen, damit der Partner immer ungestillte Bedürfnisse hat - die zu stillen er ja "erreichen" möchte.

Hier liegt auch der Grund meiner Trennung. Ich weiß wer und wie ich bin (nicht so, wie es mein Ex-Partner mir einzuimpfen versucht hat), ich weiß was ich leiste und wozu ich fähig bin und erst noch sein werde - und auch was ich nicht mehr will und was für mich nicht mehr lebbar ist. (An dieser Stelle muss ich mich natürlich fragen: Warum habe ich mich in solche Muster begeben? ....) Bleibe ich in diesen Strukturen, so wäre das mein Ruin...

Es geht hier also um eine Art Opfer-Täter Rolle, in der ich sicherlich immer näher der Opfer-Rolle war - und: jeder leistet seinen Beitrag gleichermaßen, es braucht immer zwei - einen der's macht und einen der's mit sich machen lässt...... Nach (jahrelangen) - Immer-wieder-Versuchen (wie ich schon schrieb: die Hoffnung stirbt zuletzt) weiß ich, dass sich nichts ändert, zumal der Ex-Partner sich in kritischen Phasen oder bei Tennungsversuchen plötzlich immer süß, lieb, nett, einsichtig, verständig, änderungsbereit zeigte - bis - naja alles wieder geregelt war und er langsam beginnen konnte, die Dinge in alte Bahnen zu lenken...... (wobei ich hier gar nicht zum Vorwurf machen möchte, dass dies ein "bewusster" Prozess seinerseits ist). Aber: In diese Falle bin ich immer wieder hineingetappt.

HateNight: Deine Frage danach, was ich "unabhängig von der Trennung" empfinde, ist wohl die schwierigste. Ich empfinde momentan Traurigkeit, Schmerz und Wut, habe auch Ängste - aber unabhängig von der Trennung muss ich wohl hinnehmen (so wie es bei Dir auch der Fall zu sein scheint) dass die tiefe Liebe, auf der diese Beziehung einst gründete (und die auch in der Beziehung immer wieder präsent war) sich nicht einfach "wegretouchieren" lässt, sondern bleibt - wenn auch "unerfüllt".

Ihr Lieben - gute Nacht.
Stacia-Kyra
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  #8 (permalink)  
Alt 28.06.2009, 12:53
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Hallo nochmals, Idontknow und HateNigtht!

Zu meinem gestern verfassten Beitrag würde mich zudem noch interessieren:
Wie sind Eure Trennungen verlaufen? Was habt Ihr gemacht, Euch innerlich abzulösen / abzugrenzen? Wie war Euer Umgang mit dem Schmerz? Was hat geholfen? - Eure Erfahrungen würden mich sehr interessieren...

Ganz liebe Grüße
Stacia-Kyra
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  #9 (permalink)  
Alt 29.06.2009, 19:44
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Hey!
Genau das meinte ich. Borderline! Gehe nicht nur nach wissenschaftlichen Berichten. Borderliner sind so unterschiedlich, wie alle anderen, "normalen" Menschen auch!
Die Krankheit ist mal schlimmer, mal nicht so ausgeprägt!
Was mein Freund wirklich hat, weiß ich bis heute nicht. Es wird was ähnliches wie Borderline sein!

Opfer- Täterrolle. Das ist genau der Punkt. und es ist, was man lange nicht versteht! Als Parter eines Borderliners, ist man sicher das Opfer. Allerdings will einem der Borderliner verkaufen, man sei der Täter, er das Opfer! Am Anfang glaubt man das auch noch, hat immer, wenns mal wieder Vorwürfe gibt, ein schlechtes Gewissen, daß man irgendwie doch was falsch gemacht hat! Aber nach langer Zeit wird man verstehen, daß es nicht so ist. Der Borderliner ist Opfer. Opfer seiner Krankheit! Er sieht sich aber als Opfer von allen! Alle um ihn herum wollen ihm was!

Es dauert sehr lange, bis man das versteht, manchmal zu lange. Die meisten Partner sind völlig kaputt, bis sie es erkennen!

Respektlosigkeit, Abwertung,.., alles Begriffe, die ich zu gut kenne!
Obwohl ich alles für ihn getan habe!
Bis ich herausbekommen habe, was er mir hinter meinem Rücken alles so antut! Vorher hat er jeden noch so kleinen Fehler, der für die meisten nichtmal einer wäre, absolut bestraft! Wochen, monatelang mußte ich mir anhören, was ich ihm angetan habe!
Andererseits durfte ich alles zahlen, in aus jeder Scheiße holen, er ist ja das arme unverstandene Opfer!

Schluß machen? Das können sie gut! Aber wehe Du reagierst nicht mehr mit Verzweiflung, Dir ist es egal oder Du machst gar Schluß.....
Oh je! Dann versuchen sie alles, das zu verhindern! Und sei es mit Gewalt!

Meistens machen sie aber Schluß, gerade zu beginn, um Dich zu erpressen!

Sie wollen Deine Liebe. Gibst Du sie ihnen, nehmen sie sie Dir weg! Nimmst Du sie weg, rennen sie Dir nach!

Sie wollen Dich nicht gehen lassen, weil sie alleine nicht klar kommen.
In meinem Fall hat er keine eigene Wohnung, bekommt auch nicht so einfach eine, keinen festen Job,....

Du gehst nicht sehr genau auf de Probleme ein, aber so anders, werden sie nicht sein. Das Hauptproblem wird das selbe sein.

LG
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  #10 (permalink)  
Alt 03.07.2009, 02:16
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Hallo Idontknow,


erstmal danke für Deine Antwort und Deine Rückmeldungen. Anhand Deiner Schilderungen erkenne ich Parallelen, aber auch Dinge, die bei mir anders sind. Aber wie Du sagst, denke ich auch, dass das Hauptproblem dasselbe ist.



Ich möchte gerne näher auf Deinen Beitrag eingehen und auch beschreiben, was bei uns so Sache war und meiner Meinung nach ablief und wie es sich anfühlte. Das werde ich machen, sobald ich mehr Zeit finde, denn momentan bin ich noch ziemlich im Lernstress für die Uni...



Deinem Schreiben nach bist Du noch in dieser Beziehung – liege ich da richtig? Denkst Du daran das Ganze zu beenden? Was hält Dich in dieser Partnerschaft? Wie gehst Du mit dem Ganzen um, dass Du nicht selbst kaputtgehst? Oder hast Du das Ganze schon beendet? (weil Du schreibst „mein Freund“ und „in meinem Fall hat er keine eigene Wohnung“...)?


Melde mich, ..danke lg
Stacia-Kyra
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